 |
|
Stadtrundgang |
|
|
Folgen Sie uns zu einem kleinen Stadtbummel durch unsere liebenswerte Kleinstadt . . . |
Unsere Stadt weist unterschiedliche alte Siedlungskerne auf, drei Kirchen und eine Reihe interessanter historischer Gebäude, Kurpark und Botanischer Garten, Schloss, Stadtmauer, Therme . . . entdecken Sie einfach selbst!
Schon von weitem fällt der schief stehende Turm der Oberkirche „Unserer lieben Frauen“ auf. Die Oberkirche, 1382 erbaut, gehört mit dem Hausmannsturm (ehemalige Oberburg) und einem nicht mehr sichtbaren Siedelhof zum alten Siedlungskern der Stadt, der so genannten Oberstadt. Der Turm der Oberkirche neigt sich seit Jahrhunderten langsam nach Nordosten, verursacht durch Gips- und Salzauslaugungen und damit Verwerfungen im Untergrund. So beträgt die Schrägstellung des Turmes heute 4,45 m aus dem Lot (Stand Nov. 2007) und ist noch nicht zum Stillstand gekommen. Damit ist der Oberkirchturm der schiefste Turm Deutschlands. Durch Baufälligkeit musste die Kirche geräumt werden, das Dach wurde abgenommen, und seit 1962 finden in der romantischen Silhouette Gottesdienste und Konzerte unter freiem Himmel statt. Um die Erhaltung dieses Bauwerkes bemüht sich der Förderverein Oberkirche.
Nicht weit von der Oberkirche fällt ein festungsartiges, ursprünglich fränkisches Bauwerk, der Hausmannsturm auf. Er wurde in einer Urkunde Otto III. vom 30. November 998 als Teil der Stadtbefestigung erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte hatten die Frankenhäuser die unterschiedlichsten Namen für das markante Gebäude. Die ursprüngliche kleine Burg hatte Schutzfunktion, und die Burgvögte erhielten für den Schutz des Salzwerkes bis ungefähr 1517 den Ertrag eines Salzsiedehauses. Gleichzeitig gehörten den Vögten auch Grundbesitz, Gerichtsbarkeit und sonstige Einkünfte. Nach dem 30-Jährigen Krieg verlor die Oberburg ihre Funktion mehr und mehr und ging ab 1700 in städtischen Besitz über und wurde für einen Hausmann instand gesetzt, der weiterhin auf das Salzwerk zu achten hatte. Heute befindet sich der Hausmannsturm in der Obhut des Motorsportclubs e.V. im ADAC und wird mit sehr viel Engagement von diesem erhalten und bewirtschaftet. Besichtigungen sind mit Vorabsprache möglich. Zwischen dem Hausmannsturm und der Oberkirche fällt ein Neubau, das Hotel „Residenz“ auf. Auf den Südhängen oberhalb der Stadt wurde im Mittelalter Wein angebaut. Und noch heute trägt die Gegend den Namen „Am Weinberg". Am Weinberg bis zur Stadt herunter lassen sich Mauerreste der ehemaligen Stadtbefestigung aus dem 13. Jahrhundert erkennen. Unterhalb des Hausmannsturmes im Tal treten in einem alten Erdfall, dem Quellgrund, zwei Salzquellen zutage, die noch heute Sole unterschiedlicher Konzentration schütten.
Die Solequellen mit der außergewöhnlich heilkräftigen und stark konzentrierten Sole brachten der Stadt von alters her Reichtum und führten zu hohem Bekanntheitsgrad weit über Thüringen hinaus. Ihnen verdankt Frankenhausen seine Blütezeit im 16. Jahrhundert.
Oberhalb des Quellgrundes befindet sich der Kurpark. Früher erstreckte sich hier das alte Salinengelände, auf dem sich 117 Siedehütten drängten. Ab 1799 wurden hier drei Gradierwerke errichtet. Die Quellen hatten inzwischen einen geringeren Solegehalt, außerdem war der Holzverbrauch enorm. Die Gradierwerke arbeiteten bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts, dann hatte man hochprozentigere Quellen erbohrt. Der Frankenhäuser Arzt Dr. W.A.G. Manniske beobachtete über lange Zeit die heilende Wirkung der Sole. Er konnte die Pfännerschaft davon überzeugen, im Salinengelände 1808 die ersten Wannen zum Behandeln von Patienten aufzustellen. 1818 baute man das erste Kurhaus im Quellgrund und eröffnete den Kurbetrieb. 1876 folgten das Kinderkurheim an der Wipper, 1878 ein weiteres Kurhaus, das Obere Bad. Im Jahr 1927 erhielt die Stadt die Bezeichnung „Bad“ Frankenhausen. Die Sole wird zum Heilen der oberen Luftwege, Hauterkrankungen und inneren Organe genutzt. Heute wird vorwiegend inhaliert und gebadet.
In unmittelbarer Nähe des Kurparkes befindet sich der Anger, ein großer freier Platz, der von Häusern vorwiegend aus dem 19./20. Jh. flankiert wird. Zahlreiche Stadtbrände vernichteten ganze Straßenzeilen, so auch 1829 am Anger. Um 1850 herum standen an der westlichen und nördlichen Seite neue Häuser, allerdings weniger prächtig. Und das einstige Stadttor, das Nordhäuser Tor, lässt sich heute durch eine erhalten gebliebene Mauer nur noch erahnen. Alle Stadttore wurden im 19. Jh. geschliffen. Auffallende Gebäude am Anger sind der Thüringer Hof (Gaststätte/Hotel) und die ehemalige Angerapotheke, erbaut 1493. In diesem sehr schönen unter Denkmalschutz stehenden Haus befindet sich heute die Touristinformation, außerdem hat hier der Tourismusverband Kyffhäuser e.V. seinen Sitz. Vom Anger gelangt man durch die Kräme zum Markt. Wie der Name besagt, befanden sich hier zahlreiche Geschäfte der Krämer. Leider blieb auch hier nur wenig historische Bausubstanz erhalten. In einer Seitengasse der Kräme, der Münze, befindet sich das alte Krankenhaus, 1799 von Dr. Manniske gegründet.
1833 vernichtete ein Großbrand zahlreiche Gebäude am Markt, so auch das sehr schöne Rathaus aus dem Jahr 1444. Anstelle des Renaissancebaues entstand 1834 ein klassizistisches schlichtes Gebäude. Vom Markt gelangt man durch einige Querstraßen zur Unterkirche. 1215 stiftete Friedrich von Beichlingen ein Zisterzienser-Nonnenkloster mit Marienkirche, das während des Bauernkrieges 1525 gestürmt und weitgehend zerstört wurde. 1598 wird eine neue Kirche geweiht, die allerdings 1689 abbrannte. So errichtete man in den Jahren 1691-1703 einen barocken neuen Bau als Nachfolgebau der alten Klosterkirche. Kantor Georg Friedrich Bischoff führte in der Unterkirche 1804 das erste Deutsche Musikfest unter Mitwirkung von Spohr durch, weitere Musikfeste folgten 1810, 1811 und 1814. Über den Jungfernstieg erreicht man das Schloss, das den südlichsten Teil der mittelalterlichen Stadt bildete. Auf den Resten einer romanischen Burganlage wurde 1533 ein Renaissancebau durch Graf Günther von Schwarzburg errichtet. Bis 1918 verblieb das Schloss im Besitz der Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt. Heute befindet sich hier das Kreisheimatmuseum, ein Regionalmuseum mit naturkundlichen und kulturhistorischen Ausstellungen zur Kyffhäuserlandschaft.
Außerhalb der einstigen alten Stadt entstanden im 20. Jh. Straßen und neue Wohngebiete, sowohl östlich als auch westlich der Stadt. So entstand oberhalb des Angers ein Krankenhaus, das bis zum heutigen Zeitpunkt ständig erweitert wird. Westlich der Stadt entstanden ab 1958/59 AWG-Bauten, später kamen größere Neubauten dazu, die ab 1972 bezogen wurden, und 1985 erhielten Frankenhäuser Bürger die ersten fernbeheizten Wohnungen. Nach 1989 wurden zahlreiche dieser Wohnungen modernisiert. Der einstige Weinberg wurde mit dem ausgehenden 19. Jahrhundert bebaut. Auf dem Schlachtberg erhebt sich das weithin sichtbare Panorama Museum. In diesem Bau befindet sich das von Prof. Werner Tübke geschaffene Rundgemälde zum Thema "Frühbürgerliche Revolution in Deutschland". Das Monumentalgemälde mit den Abmessungen 14 x 123 m beinhaltet zahlreiche geschichtliche Fakten aus subjektiver Sicht Tübkes. Die heutige Stadt wird von Kleingartenanlagen und Gewerbegebieten umgeben. Im östlichen Teil entstand eine Reha-Klinik mit ca. 190 Betten. Im Stadtzentrum befinden sich die Kyffhäuser-Therme und das Kurmittelhaus „Barbarossagarten“. Wenn Sie mehr über die Freizeitmöglichkeiten, Veranstaltungen oder Übernachtungsmöglichkeiten wissen möchten, dann wenden Sie sich bitte an:
Tourismus-Verband Kyffhäuser e.V. Geschäftsführer: Herr Herbert Knischka Anger 14 • 06567 Bad Frankenhausen Tel. (034671) 717-16 und 717-17, • Fax (034671) 717-19 E-Mail: info@kyffhaeuser-tourismus.de Internet: www.kyffhaeuser-tourismus.de
Kur-Gesellschaft mbH Geschäftsführerin: Frau Angelika Strojek August-Bebel-Platz 9 • 06567 Bad Frankenhausen Tel. (034671) 51 23, • Fax (034671) 512-59 E-Mail: kur@bad-frankenhausen.de Internet: www.kyffhaeuser-therme.de
Stadtverwaltung Bad Frankenhausen Bürgermeister: Herr Matthias Strejc Markt 1 • 06567 Bad Frankenhausen Tel. (034671) 720-38 • Fax (034671) 6 20 63 E-Mail: info@bad-frankenhausen.de Internet: www.bad-frankenhausen.de |
| |
| |
|