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Literatur

Justus Friedrich Wilhelm Zachariä

* 01.05.1726 in Frankenhausen † 30.01.1777 in Braunschweig

Nach dem Besuch der fürstlichen Landesschule in Frankenhausen studierte Zachariä ab 1743 in Leipzig und Göttingen Jura. Bereits mit 18 Jahren veröffentlichte er sein bekanntestes Werk „Der Renommiste“ – eine Beschreibung der deutschen studentischen Kultur des 18. Jahrhunderts. Zudem verfasste er für die „Neuen Beiträge zum Vergnügen des Verstandes und Witzes“ – besser bekannt als Bremer Beiträge. Ab 1748 war er als Lehrer am Collegium Carolineum in Braunschweig tätig bevor er 1761 zum Professor für Dichtkunst ernannt wurde. Er gab ab 1768 die Neue Braunschweigische Zeitung heraus und machte sich auch als Komponist einen Namen. Zu seinem Freundeskreis zählten u.a. Lessing, Klopstock, Gellert, Ludwig und Gleim.

Johann Wolfgang von Goethe über „den Renommisten“:
„Zachariäs Renommist wird immer ein schätzbares Dokument bleiben, woraus die damalige Lebens– und Sinnesart anschaulich hervortritt; wie überhaupt seine Gedichte jedem willkommen sein müssen, der sich einen Begriff von dem zwar schwachen, aber wegen seiner Unschuld und Kindlichkeit liebenswürdigen Zustande des damaligen geselligen Lebens und Wesens machen will.“ (Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit. Zweiter Teil, Sechstes Buch, 1811–1833.)

Anna Ritter

* 23.02.1865 in Coburg † 31.10.1921 in Marburg

1869 kehrte Anna Nuhn mit Ihrer Familie von New York nach Deutschland zurück. Ihrer Schulzeit in Kassel und Ausbildung in der Schweiz folgend, heiratete sie 1884 den späteren Regierungsrat Rudolf Ritter. Nach dem Tod ihres Mannes 1893 zog Anna Ritter mit ihren Kindern nach Frankenhausen - Schlossstraße 2 - und veröffentlichte hier ihre Gedichtsammlungen. Seitdem war sie auch Mitarbeiterin der Zeitschrift „Die Gartenlaube – Illustrirtes Familienblatt“ – Vorläufer der modernen Illustrierten. 1901 siedelte sie nach Berlin und publizierte die Novelle „Margeritha“ und ein Reisetagebuch. Zu ihren bekanntesten Gedichten zählt „Vom Christkind“.

Leonhard Schrickel

* 17.09.1876 in Weimar † 15.01.1931 in Frankenhausen

Als Sohn eines Weinhändlers verbrachte Schrickel seine Zeit hauptsächlich in Dresden und Weimar. In der Weimarer Republik wurde er bekannt als Verfasser von historischer Belletristik und historischer Dokumente aus dem Umfeld Goethes wie „Goethes Familie in Bad Frankenhasuen“ von 1930. Es enthielt bis dato unveröffentlichte Briefe und Tagebuchblätter von Ottilie und Walther von Goethe. Schrickel galt außerdem als enthusiastischer Heimatforscher und schrieb über die Heimatgeschichte von Weimar sowie die Chronik des Weimarer Theaters und war aktives Mitglied der Akademie Gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt.

Johann Arnold Zeitfuchs

* 26.02.1671 in Rosperwenda † 21.05.1742 in Stolberg

Aus einer alten Pastorenfamilie stammend erlangte Zeitfuchs seine Grundbildung durch seinen Vater – einem bekannten Chronist. Ab 1684 ging er drei Jahre zur Schule in Frankenhausen bevor er sich mit  finanzieller Hilfe von Hofrath Johann Wilhelm Harprecht dem Theologie-Studium in Jena widmet. Zunächst 1702 als Pastor zu Hainrode wurde er 1707 zum Diakon zu Sankt Martini in Stolberg berufen. In dieser Stadt wirkte er bis zu seinem Tode. So übte er das Amt des  Konsistorialassessors und Inspektors der Stadtschule und dann der Ämter Heringen und Kelbra aus. Als erster Diakon der Stadtkirche verfasste er geistlich-theologische Schriften, das Stolbergische Gesangbuch und arbeite an der von der Gräfin Sophie Eleonore zu Stolberg Leichpredigtensammlung mit.