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Salz & Sole

Dr. August Wilhelm Gottlieb Manniske

* 23.03.1769 und † 25.06.1835 in Frankenhausen

Als Sohn des Pfarrers der Oberkirche und Rektors des Lyzeums in Frankenhausen, wuchs Mannsike mit seinen fünf Geschwistern in geistig anregender Umgebung auf. Er studierte und promovierte 1791 an der Universität Jena im Bereich Chirurgie. Als fortschrittlicher Arzt agierte er in der Augenchirugie und Pockenschutzimpfung wegweisend. Mit 28 Jahren formulierte er an den regierenden Fürsten zu Schwarzburg-Rudolstadt eine Bittschrift über die Errichtung eines Krankenhauses, das 1799 eröffnet werden konnte. Nach der Entdeckung der heilenden Wirkung der Sole, ließ  Mannsike 1808 erste Badewannen aufstellen und eröffnete 1818 das erste Badehaus.

Johann Thölde

* 1565 in Grebendorf † um 1614 Ort unbekannt

Nach seinem naturwissenschaftlichen Studium an den Universitäten Berlin und Jena, widmete sich Thölde mit seinem Bruder Experimenten zur technischen Verbesserung in der Salzgewinnung in der Saline Allendorf an der Werra. Hier wirkten schon sein Vater und Großvater. 1599 kam er im Zuge seiner Hochzeit nach Frankenhausen, wurde Pfannherr am Salzwerk und übernahm das Amt des Ratskämmerers der Stadt. Hier verfasste er auch 1603 die Haliographia – ein Lehrbuch des Salzes der Sole und der Alchimie, das über Jahrhunderte als gültiges Standardwerk im Salinewesen galt.