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Wirtschaft

Johann Melchior Steinbrück

* 18.04.1673 in Frankenhausen † 01.03.1723 in Meissen

Durch ein Stipendium des Grafen Günther von Schwarzburg-Rudolstadt konnte Steinbrück Jura an der Universität Halle und später an der Universität Leiden studieren. Als Hauslehrer seiner Kinder, erkannte Ehrenfried Walther von Tschirnhaus die Begabungen des jungen Steinbrück und involvierte ihn in die Experimente mit Johann Gottfried Böttger zur Herstellung des (zukünftigen) Meissner Porzellans. Nach Gründung des Meissner Unternehmens wird Steinbrück erster Inspektor der Manufaktur und gilt als Erfinder der „Gekreuzten Schwerter“, das bis heute weltweit bekannte Markenzeichen des Meissner Porzellans. 

Johann Andreas August Zierfuß

* 20.12.1803 und † 18.11.1867 in Frankenhausen

 

Zierfuß entstammt einer lang ansässigen Nadelmacherfamilie, die maßgeblich am Aufbau der Perlmuttknopfindustrie in Frankenhausen beteiligt war. Die Familie fertigte neben Nadeln auch als erste Handarbeiter Metallknöpfe. In Wien lernten die Gebrüder Zierfuß die Herstellung von Perlmuttknöpfen kennen und eröffneten daraufhin 1831 die erste Fabrik in Frankenhausen. Bis zur Hoch-Zeit 1880 konnten 23 Fabriken angesiedelt werden. Um 1900 galt die Knopfherstellung aus Perlmutt, Kunststoffen und Holz als das wichtigste produzierende Gewerbe der Stadt. Heute erinnert das Knopfmuseum und die Knopffabrik im Ortsteil Esperstedt an die einstige Blütezeit.