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Das Kyffhäuser-Denkmal

Ein Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal

Kurz nach dem Tod des deutschen Kaisers Wilhelm I. ließ man ihm zu Ehren ein Denkmal 1896 auf dem Kulpenberg des Kyffhäuser Gebirges errichten. Auf den Ruinen der mittelalterlichen Reichsburg Kyffhausen ragt der Denkmalsturm zusätzliche 81 Meter in die Höhe – eine symbolische Warnung an die Gegner des damaligen Reiches. Die Reichseinigung erfolgte 1871 unter Kaiser Wilhelm I. und  erfüllte den Volkstraum von Einheit. Ein Traum, den auch Barbarossa der Sage nach hatte. Vor diesem Hintergrund erschuf man diese einzigartige Kombination des imposanten Reiterstandbildes des Kaisers neben der Figur von Friedrich I. aus dem Geschlecht der Staufer, besser bekannt als Barbarossa.

„Der alte Barbarossa ...“

Friedrich Rückert, 1817

Der alte Barbarossa,
Der Kaiser Friederich,
Im unterird’schen Schlosse
Hält er verzaubert sich.

Er ist niemals gestorben,
Er lebt darin noch jetzt;
Er hat im Schloß verborgen
Zum Schlaf sich hingesetzt.

Er hat hinabgenommen
Des Reiches Herrlichkeit,
Und wird einst wiederkommen,
Mit ihr, zu seiner Zeit.

Der Stuhl ist elfenbeinern,
Darauf der Kaiser sitzt:
Der Tisch ist marmelsteinern,
Worauf sein Haupt er stützt.

Sein Bart ist nicht von Flachse,
Er ist von Feuersglut,
Ist durch den Tisch gewachsen,
Worauf sein Kinn ausruht.

Er nickt als wie im Traume,
Sein Aug’ halb offen zwinkt;
Und je nach langem Raume
Er einem Knaben winkt.

Er spricht im Schlaf zum Knaben:
Geh hin vors Schloß, o Zwerg,
Und sieh, ob noch die Raben
Herfliegen um den Berg.

Und wenn die alten Raben
Noch fliegen immerdar,
So muß auch ich noch schlafen
Verzaubert hundert Jahr.