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Gravimetrische Messungen

Für die Jahre 2013, 2014 und 2015 planen das LIAG und die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) die Realisierungen von zwei Forschungsbohrungen zur Erkundung der geologischen Verhältnisse in Bad Frankenhausen und Umgebung. Die interdisziplinären geowissenschaftlichen Arbeiten dienen insbesondere dem tieferen Verständnis der in dieser Region zu beobachtenden Subrosionsprozesse, deren Folgen an der Erdoberfläche in Form von Erdfällen (z.B. Große Äbtissinengrube), lokalen Senken (z.B. Esperstedter Ried) oder kompliziertem Baugrund (z.B. Oberkirche) zu beobachten sind. Unter Subrosion wird die unterirdische Ablaugung von leicht löslichen Gesteinen wie Steinsalz, Anhydrit, Gips und Kalkstein durch zumeist Grundwasser verstanden. Sie hat häufig natürliche Ursachen und ist in vielen Regionen Deutschlands zu beobachten. Die ablaufenden Prozesse werden dabei maßgeblich durch die lokale Geologie gesteuert. Die gravimetrischen Messungen dienen der Vorerkundung eines möglichen Bohrpunktes und der Charakterisierung der regionalen geologischen Situation. Insbesondere soll die Position und räumliche Lage der Kyffhäuser-Südrand-Störung besser erfasst werden, deren geologische Ausbildung für das Auftreten von Erdfällen in dieser Region mit verantwortlich ist. Später werden diese Arbeiten durch seismische Messungen ergänzt. Auch sind wiederholte gravimetrische Messungen geplant, um Massenveränderungen im Untergrund zu erfassen.