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Der Hausmannsturm

Namensgeber der Stadt

Zunächst als einfache Holzkonstruktion erbaut, diente er schon im 6. Jahrhundert n.Chr. zum Schutz der Solequellen der fränkischen Salzsiedlung. 998 wurde das „Franconhus“ erstmals namentlich in einer kaiserlichen Urkunde erwähnt. Umgeben von einer Ringmauer fügte sich der 1210 neuerrichtete Bergfried mit seinem Palas auf der kleinen Anhöhe nahtlos in die ebenfalls neu erbaute Stadtmauer ein. Ein tiefer Graben und ein Geheimgang leisteten zusätzlichen Schutz. Militärisch wertlos geworden und als Wohnsitz für die Brand- und Stadtwächter genutzt, taucht die Bezeichnung „Hausmannsturm“  um 1560 zum ersten Mal auf.


Weitere Informationen:
Als „Haus“ - abgeleitet von fränkisch „Herrensitz, Herrenhaus, Wohnen“ - ging die Befestigung mit seinen bis zu 3,50 Meter dicken Mauern in den Besitz der Grafen von Schwarzburg über. Mit Entstehung einer zweiten Burganlage um 1380 - dem heutigen Schloss bzw. Regionalmuseum - verpfändeten die Grafen die „Oberburg“ zunehmend. Schließlich wurde ab 1592 die „Alte Burg“ zum Namensgeber für den unter ihr befindlichen Stadtteil. Hier war der Wohnsitz der Burgmannen und Ort der Wirtschaftsgebäude. Die Geschichtsschreibung berichtet aus dieser Zeit auch die erste Einrichtung einer Hausmannswohnung in der Anlage. Nach dem 30jährigen Krieg hatte die Burg dann ihre militärische Bedeutung endgültig verloren und verkam zur Ruine. Wegen ihres erhabenen Standorts wurde die Burg um 1700 von der Stadt übernommen und für einen Hausmann bzw. Wächter hergerichtet. Er war beauftragt auf das wirtschaftlich so bedeutende Salzwerk zu achten. Seit dieser Zeit trägt die Burgruine auch den Namen Hausmannturm, der bis heute gebräuchlich ist. Als Symbol der Stadt wurde er 1998 auf einer Sonderbriefmarke zum 1000jährigen Stadtjubiläum in seinem heutigen Erscheinungsbild dargestellt. Heute wird er vom Motorsportclub e. V. im ADAC erhalten und bewirtschaftet und steht unter Denkmalschutz.